From the magazine LSR 1/2020 | S. 28-30 The following page is 28

Magistralrezepturen aus heilmittelrechtlicher Sicht

Zulässige Wirkstoffe nach dem Urteil des Bundesgerichts BGE 2C_424/2018

Keyword:
Arzneimittelrecht

I. Einleitung

Das Bundesgericht hat am 15. März 2019 mit dem Urteil 2C_424/2018 einen Grundsatzentscheid zu den Magistralrezepturen gefällt. Zusammenfassend hat es entschieden, dass es Sache der Ärztin ist, zu entscheiden, welchen Wirkstoff sie in einer Magistralrezeptur verschreibt. Die Qualität der Herstellung wiederum wird vom Apotheker gewährleistet, der die Magistralrezeptur gestützt auf diese Verschreibung herstellt oder herstellen lässt.

Wie kam es dazu? Ärzte einer Klinik hatten ihren Patienten Magistralrezepturen verschrieben und in der Apotheke der Klinik herstellen lassen. Die entsprechenden Wirkstoffe entsprachen nach Ansicht von Swissmedic den Anforderungen von Art. 19d aVAM1 (bzw. Art. 37 Abs. 1 VAM revidierter Fassung, die heute in Kraft ist) nicht. Swissmedic verfügte, dass diese Arzneimittel zulassungspflichtig seien. Das hätte impliziert, dass einerseits der Kanton hätte aktiv werden müssen und dass die Arzneimittel anderseits nicht mehr als…

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